Tokio - Zwei Ärzte des deutschen Paralympics-Teams haben einem belgischen Tennisspieler in Tokio das Leben gerettet. Der Sportler war im paralympischen Dorf zusammengebrochen, doch Anja Hirschmüller und Stefan Sevenich konnten den Belgier mithilfe eines brasilianischen Kollegen nach Aussage von Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), reanimieren.

Der Belgier konnte im Krankenhaus stabilisiert werden. Ihm wurde inzwischen ein Defibrillator eingesetzt. „Er ist auf dem Weg der Besserung“, sagte Beucher nach Gesprächen mit dem belgischen Verband. Er zog Vergleiche zum Fall des Fußball-Profis Christian Eriksen. Der Däne war bei der EURO auf dem Spielfeld zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden.

Die Rettungsaktion des Belgiers sei „sein besonderer Moment“ der Spiele gewesen. „Das hat mich stark beeindruckt“, sagte Beucher.