Regierungskreise: Treffen von Scholz und Macron „intensiv“ und „partnerschaftlich“

Das Verhältnis zwischen Paris und Berlin gilt derzeit wegen Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf Erdgas und Rüstung als belastet. Nun gibt es offenbar Fortschritte.

Paris: Der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz.
Paris: Der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz.AFP/Ludovic Marin

Vor dem Hintergrund aktueller Spannungen im deutsch-französischen Verhältnis sind Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der französische Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch in Paris zu einem laut deutschen Regierungskreisen „sehr intensiven“ und „sehr partnerschaftlichen“ Treffen zusammengekommen. Demnach ging es bei den Gesprächen unter anderem um energie-, verteidigungs- und sicherheitspolitische Fragen. Es seien eine Reihe „konkreter Kooperationsvorhaben“ vereinbart worden. Auch von französischer Seite hieß es, das Treffen sei „sehr konstruktiv“ gewesen.

Dem Elysée-Palast zufolge führten die Gespräche zur Einrichtung von Arbeitsgruppen in den Bereichen Energie, Verteidigung und Innovation. Laut deutschen Regierungskreisen dauerte das Treffen drei Stunden. Auch die Teams der jeweiligen Botschafter hätten daran teilgenommen. Macron und Scholz hätten 20 Minuten unter vier Augen gesprochen.

Das Verhältnis zwischen den traditionell engen europäischen Partnerstaaten gilt derzeit als belastet. Erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen Berlin und Paris gibt es etwa bei der europäischen Strategie gegen hohe Erdgaspreise sowie bei gemeinsamen Rüstungsprojekten. Eine ursprünglich von Berlin angekündigte gemeinsame Pressekonferenz nach dem Treffen fand nicht statt.