David Sassoli, der Präsident des Europäischen Parlaments
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BrüsselDer Präsident des Europäischen Parlaments hat vor der Gefahr eines möglichen militärischen Eingreifens in Belarus gewarnt. „Es gibt allen Grund, eine Eskalation der Repressionen und eine militärische Intervention zu befürchten“, sagte David Sassoli laut Deutscher Presse-Agentur am Mittwoch zu Beginn des EU-Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs. Er nannte jedoch kein bestimmtes Land.

Ein externes Eingreifen in die Krise, die das Land derzeit durchmache, wäre laut Sassoli nicht hinnehmbar. Die Zukunft des Landes könne nur von seinen eigenen Bürgern im Rahmen eines demokratischen Prozesses bestimmt werden. 

In der EU besteht die Sorge, dass Russland militärisch in Belarus eingreifen könnte. Die Opposition in Belarus erklärt aber immer wieder, sie wolle keinen Bruch mit Moskau. Moskau hatte dem Land in den vergangenen Tagen „erforderliche Hilfe bei der Lösung auftretender Probleme“ zugesichert.