In Berlin starten wieder deutlich weniger Flugzeuge aufgrund der Corona-Krise. 
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BerlinWenige Wochen vor der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER nimmt der Flugverkehr in Berlin wieder ab. Im September gab es noch 9522 Starts und Landungen, wie die Flughafengesellschaft am Donnerstag mitteilte. Das war etwas weniger als im August.

Nach dem Zusammenbruch des Luftverkehrs in der Corona-Krise im Frühjahr waren in den Sommermonaten wieder etwas mehr Menschen in Flugzeuge gestiegen. Im September waren es rund 693.600, gut 16 Prozent weniger als im August.

Die Zahl der Flüge in Tegel und Schönefeld lag im September um knapp zwei Drittel niedriger als ein Jahr zuvor. Weil die Zahl der Risikogebiete wächst, rechnet die Branche damit, dass die Zahlen in den nächsten Wochen weiter leicht sinken.

Der neue Flughafen wird am 31. Oktober mit relativ geringem Andrang ans Netz gehen. Von Januar bis September sind gut acht Millionen Menschen von und nach Berlin geflogen, 70,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

„Der Rückgang der Fluggastzahlen im September zeigt, wie unmittelbar das Infektionsgeschehen und die Quarantänepflicht sich auf die Fluggastzahlen auswirken“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Er forderte mehr Testmöglichkeiten an den Flughäfen, weniger pauschale Quarantäneregelungen und eine klarere Eingrenzung von Infektionsschwerpunkten.