Berlin - Der Vorsitzende der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, mahnt eine stabile Infrastruktur für weitere Impfungen an. „Es ist vorhersehbar, dass die Booster-Impfangebote bis weit in das nächste Jahr reichen werden“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Samstag.

„Apotheken, Zahnärzte, provisorische Impfstellen und überlaufene Arztpraxen sind kein Zukunftsmodell“, sagte Brysch weiter. So leide die medizinische Grundversorgung der Patienten. Nötig sei ein starkes Rückgrat von Impfzentren und mobilen Teams, die sieben Tage in der Woche geöffnet sein müssten. Bisher seien Bund und Länder dafür logistisch nicht vorbereitet.

Nach Einschätzung des Deutschen Hausärzteverbandes wird ab Sommer 2022 eine weitere Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erforderlich sein. „Wir rechnen damit, dass im Sommer, spätestens im Herbst eine vierte Impfung nötig sein wird“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der Bild-Zeitung vom Samstag. Er hoffe, dass die vierte Corona-Impfung „schon in Verbindung mit der Grippe-Impfung“ verabreicht werden könne, „um den Schutz vor Corona in eine Routine zu überführen“.