Twitter bestätigt neues Kaufangebot von Elon Musk

Der Milliardär schlägt vor, Twitter zum ursprünglichen Angebotspreis von 54,20 Dollar pro Aktie zu kaufen. Das Angebot wurde angeblich per Post verschickt. 

Tesla-Chef Elon Musk ist wohl weiterhin an einem Kauf von Twitter interessiert. 
Tesla-Chef Elon Musk ist wohl weiterhin an einem Kauf von Twitter interessiert. AFP/Dimitrios Kambouris

Milliardär Elon Musk hat einem Medienbericht zufolge vorgeschlagen, Twitter für den ursprünglichen Angebotspreis von 54,20 Dollar pro Aktie zu kaufen. Wie das US-Portal Bloomberg News erfahren haben will, habe der reichste Mann der Welt einen Brief an Twitter geschickt, in dem er den Verantwortlichen den Vorschlag unterbreitet haben soll. Bloomberg beruft sich dabei auf Insider, die anonym bleiben wollen.

Der Online-Dienst Twitter bestätigte am Dienstag den Eingang eines erneuten Kaufangebots von US-Milliardär Elon Musk. „Es ist die Absicht des Unternehmens, diese Transaktion abzuschließen“, schrieb das Unternehmen im eigenen Kurzbotschaftendienst. Als Voraussetzung verlangt der Chef des Elektroautobauers Tesla aber ein Ende des laufenden Rechtsstreits mit Twitter über die Übernahme.

Twitter-Aktien stiegen sofort an

Die Twitter-Aktien stiegen nach der Nachricht um bis zu Prozent, nachdem der Handel kurzzeitig unterbrochen wurde. Musk hatte seit Monaten versucht, aus seinem im April unterzeichneten Vertrag zur Übernahme von Twitter auszusteigen. Kurz darauf zeigte er erste Anzeichen von Reue und behauptete, Twitter habe ihn über die Größe seiner Nutzerbasis und die Verbreitung automatisierter Konten, so genannter Bots, getäuscht.

Der Tesla-Chef hatte immer wieder neue Argumente öffentlich gemacht, warum er Twitter nicht mehr übernehmen will. Dabei brachte er die jüngst bekanntgewordenen Anschuldigungen eines Whistleblowers ins Spiel, der Twitter unter anderem mangelnden Schutz von Nutzerdaten und andere Sicherheitsschwächen vorwirft.

Anfang Juli ließ Musk den geplanten Deal wegen angeblich „falscher und irreführender“ Angaben des Kurzbotschaftendienstes platzen. Hintergrund ist die Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf Twitter. Musk wirft Twitter vor, die tatsächliche Zahl der Nutzer zu hoch zu beziffern. Twitter weist Musks Anschuldigungen zurück und zog vor Gericht, um den streitbaren Multimilliardär zum Vollzug der Übernahme zu zwingen. Der Prozess sollte am 17. Oktober im Bundesstaat Delaware beginnen