Personalengpässe in der JVA Tegel haben sich in einem Teil der Einrichtung deutlich auf den Tagesablauf der Inhaftierten ausgewirkt. Am Dienstag sei die Personalsituation dort so angespannt gewesen, dass die Gefangenen nicht wie üblich „Maßnahmen der Beschäftigung und Qualifizierung“ nachgehen konnten und länger in den Zellen eingeschlossen blieben, wie die Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung mitteilte. Um die Sicherheit zu gewährleisten, seien alle Gefangenen bis zum Mittag auf ihren Hafträumen geblieben, dann sei wieder aufgeschlossen worden. Ab Mittwoch solle der Tagesablauf wieder wie gewohnt gestaltet sein, betonte die Verwaltung.

Sie begründete die Engpässe etwa mit dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz. Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) habe bereits Ende März angedeutet, dass eine angespannte Personalsituation krankheitsbedingt über Ostern nicht auszuschließen sei, hieß es.

Die Verwaltung wies aber darauf hin, dass in den Justizvollzugsanstalten geeignete Maßnahmen ergriffen würden, um trotz des Wegfalls der Maßnahmen der dynamischen Corona-Lage begegnen zu können. Im konkreten Fall entspreche eine personelle Unterstützung aus anderen Bereichen der JVA Tegel den erforderlichen Maßnahmen, um den Dienstbetrieb auch in Pandemiezeiten aufrecht erhalten zu können.