Berlin - Winterwetter in Kombination mit Personalmangel hat am Freitag zu Verspätungen am Flughafen BER geführt. Bei der Enteisung der Flugzeuge kam es am Morgen zu Verzögerungen, wie eine Sprecherin der Betreibergesellschaft mitteilte. Durchschnittlich habe die Verspätung bei etwa einer Stunde gelegen.

Beim zuständigen Dienstleister seien wegen Corona Mitarbeiter ausgefallen, erklärte die Sprecherin. Am Morgen konnten deshalb nur acht der zwölf Enteisungsfahrzeuge eingesetzt werden. Gegen zehn Uhr konnten dann auch die übrigen vier Fahrzeuge fahren, nachdem der Dienstleister Personal umsortiert hatte.

Freitag ist der verkehrsreichste Wochentag am Flughafen. 40.000 Fluggäste wurden an diesem Freitag erwartet. Betroffen von den Problemen waren auch Politiker, die in sozialen Medien ihrem Ärger Luft machten.

Der FDP-Abgeordnete Alexander Graf Lambsdorff wartete nach eigenen Angaben mindestens drei Stunden. Etwas Schnee im Dezember sei normal, betonte er. Als Deutscher schäme man sich für den Flughafen. Der CDU-Abgeordnete Patrick Sensburg spottete schon am Vorabend: „Schön, wenn man länger im Flieger wartet, als der Flug dauern wird.“

Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen Flugzeuge im Winter vor dem Start enteist werden. Sie werden mit einem Gemisch aus Wasser und Glykol (Alkohol) besprüht, damit die Aerodynamik der Flügel sichergestellt ist und die Klappen beweglich bleiben.

Am BER hatte in den Herbstferien Personalmangel bei verschiedenen Dienstleistern und Behörden zu Verspätungen und auch Flugausfällen geführt. Die Betreiber arbeiten daran, solche Probleme im Weihnachtsverkehr zu vermeiden.