Berlin - Am späten Dienstagabend sind in Kreuzberg und Mitte zwei Menschen mit Messern verletzt worden. Während der Täter in Kreuzberg flüchten konnte, wurde nach der Tat in Mitte ein Jugendlicher vorläufig festgenommen.

Die erste Messerattacke ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 21.50 Uhr an der Reichenberger Straße. Eine Zeugin hatte die Polizei alarmiert, weil ihr ein offenbar schwer verletzter Mann aufgefallen war. „Er lief zusammengekrümmt und versuchte vergeblich, mehrere Autos anzuhalten, bevor er schließlich zusammenbrach“, erklärte ein Polizeisprecher.

Ein Autofahrer stoppte schließlich und leistete Erste Hilfe. Die Rettungskräfte behandelten den 36-Jährigen, der laut Polizei eine Stichverletzung im Bauch erlitten hatte. Anschließend kam der Mann zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Während des Einsatzes von Polizei und Feuerwehr war die Reichenberger Straße ab Glogauer Straße bis zum Landwehrkanal für rund zwei Stunden gesperrt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Jugendliche geraten aneinander

Etwa eine halbe Stunde später wurde am U-Bahnhof Rosenthaler Platz in Mitte eine weitere Person mit einem Messer verletzt. Nach Angaben der Polizei waren zwei angetrunkene Jugendliche aneinandergeraten. Die beiden 15- und 16-Jährigen kannten sich und hätten „zusammen herumgealbert“, erklärte ein Polizeisprecher. Der Jüngere soll dann aufdringlich geworden sein, woraufhin der Ältere ihn mit einem Küchenmesser auf Abstand halten wollte.

Der 15-Jährige habe daraufhin versucht, seinem Gegenüber das Messer mit einem Fußtritt aus der Hand zu schlagen. Dabei erlitt er eine Schnittwunde am rechten Fuß, die behandelt werden musste. Der 16-Jährige wurde durch den Tritt an der Hand verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen vorsätzlicher und fahrlässiger Körperverletzung.