Missbrauch (Symbolbild)
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BerlinSie sehen aus wie Babys oder kleine Kinder, werden als „weich“ und „realistisch“ beschrieben und ermöglichen an vielen Stellen das Eindringen: Über das Internet sind solche Sexpuppen in Deutschland bislang legal erhältlich. Mit einer Petition an Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) wollen Kinderschutz-Aktivisten nun ein Verbot dafür erwirken. Initiiert haben die Petition Markus Diegmann, der als Kind von drei Männern sexuell missbraucht wurde, der Künstler Ingo Kunert und der Anti-Mobbing-Trainer Carsten Stahl.

„Durch den Verkauf von Kinder-Sexpuppen wird Missbrauch an Kindern verharmlost. Die Hemmschwelle für potenzielle Täter sinkt. Sie dienen als Sprungbrett in ein Meer aus Gewalt und Missbrauch an Kindern in der Realität“, heißt es in der Petition. Und weiter: „Der deutsche Zoll hat derzeit keine Möglichkeit, um die Einfuhr dieser abstoßenden und verstörenden Puppen zu stoppen. Die Einfuhr, der Handel, die Produktion sowie der Verkauf von Sexpuppen, die bewusst kleinen Kindern nachempfunden sind, um zur sexuellen Befriedigung zu dienen, müssen deshalb so schnell wie möglich verboten und der Besitz bestraft werden.“

Mehr als 900 Menschen haben die Petition bislang unterschrieben.