Cathy Lugner kritisiert die Zustände in der deutschen Pflege in einem Interview scharf.
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BerlinIm Streit um den Pflegenotstand in Deutschland greift das ehemalige Playboy-Model Cathy Lugner Bundesgesundheitsminister Jens Spahn scharf an. Die gelernte Krankenschwester fordert unter anderem mehr Ruhephasen und Geld für Pflegepersonal. Sie selbst sei „aus diesem Job ausgetreten, weil ich mir gesagt habe, ich mache das nicht mehr mit. Keine Freizeit, du verdienst einfach viel zu wenig. Du musst ständig einspringen. Man wird selbst krank, weil man die ganze Zeit nur Leute hievt und hebt“, sagte Lugner im Gespräch mit dem Magazin „Prominent“. 

Lugner kümmert sich nach eigenen Angaben um ihre an schwerer Alzheimer-Demenz erkrankte Oma Helene. Diese hat Pflegestufe 4. Sie würde ihre Mutter bei der Pflege der Seniorin mehrere Wochen im Jahr entlasten. Dabei werde sie immer wieder mit einer „nicht hinnehmbaren Situation in Deutschlands Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“ konfrontiert. 

„Meine Oma war in zwei verschiedenen Krankenhäusern hier in Berlin, wo ich teilweise wirklich mit dem Kopf geschüttelt habe“, so die Berlinerin im Interview mit „Prominent“. „Also das war wirklich ein ganz katastrophaler Aufenthalt von meiner Oma, wo ich dann gesagt habe: Um Gottes Willen, man muss hier endlich was machen!“

Im weiteren Verlauf greift Cathy Lugner Bundesgesundheitsminister Jens Spahn scharf an. „Wenn der Herr Spahn jetzt wirklich neben mir sitzen würde, dann würde ich sagen: Jensilein, jetzt machen wir uns mal ein Bierchen auf und jetzt reden wir Tacheles!“ Die Influencerin weiter: „Auch der Herr Spahn wird irgendwann mal alt werden und da hilft ihm auch die beste private Krankenversicherung nichts, wenn es keine Krankenschwestern gibt.“