Berlin - Die französische Mode-Unternehmen Pimkie will 40 seiner 75 Geschäfte in Deutschland schließen. 150 Mitarbeiter sollen entlassen werden, wie das Fachmagazin Textilwirtschaft am Montag berichtet. Demnach haben die Gläubiger dem entsprechenden Insolvenzplan einstimmig zugestimmt.

Patrick van der Linden, der operative Geschäftsführer der Pimkie-Gruppe, sagte der Zeitschrift: „Ohne die teilweise sicher schmerzhaften Anpassungen der Standortmieten hätte die weitere Existenz von Pimkie in Deutschland zweifellos infrage gestanden.“

Das Insolvenzverfahren war bereits im September 2020 bekanntgeworden. Seitdem durchläuft Pimkie ein Insolvenz- und Schutzschirmverfahren. Zu schaffen machen dem französischen Unternehmen vor allem Konkurrenten wie die irische Billig-Modekette Primark und der Wandel zum Online-Shopping. Das Schutzschirmverfahren wolle Pimkie nun nutzen, um die digitale Präsenz weiter auszubauen und das Angebot in den stationären Mode-Geschäften zu verbessern.

In den 75 Pimkie-Filialen in Deutschland werden insgesamt gut 350 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf knapp 50 Millionen Euro. Pimkie wurde 1971 in Frankreich gegründet, seit 1988 ist die Marke auch auf dem deutschen Markt vertreten.