Das Goethe-Institut hat den palästinensischen Poeten und Schriftsteller Mohammed El-Kurd von einem Podiumsgespräch in Hamburg ausgeladen. Wie der Spiegel berichtete, hätte El-Kurd auf einer Veranstaltung sprechen sollen.

Das Thema der Veranstaltung war „die Auswirkungen rechtsextremer Bewegungen und ihre globalen Verstrickungen“. Das Goethe-Institut begründete die Entscheidung auf Twitter so: El-Kurd sei „kein angemessener“ Sprecher für das Forum. In seinen Beiträgen in den sozialen Netzwerken habe er mehrere Kommentare zu Israel getätigt, die das Goethe-Institut nicht akzeptieren könne.

Nach der Ausladung des Goethe-Instituts entschieden sich die beiden Kuratoren des Panels, ebenfalls ihre Teilnahme abzusagen. Sie solidarisierten sich mit Mohammed El-Kurd und unterstellten dem Goethe-Institut unter anderem eine anti-palästinensische Haltung. Das Goethe-Institut reagierte auf Twitter: „Auch wenn wir mit den Gründen für ihre Absage nicht einverstanden sind, bedauern und respektieren wir ihre Entscheidung.“

Auch die US-amerikanische Autorin Iljeoma Oudo sagte ihre Teilnahme an der Veranstaltung ab. „Wir können uns durch Einschüchterungen nicht daran hindern lassen, Kolonialismus und Apartheid als das zu benennen, was es ist“, äußerte die Autorin auf Instagram.