WarschauPolen hat wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen einen erneuten Teil-Lockdown verhängt. Ab Sonnabend müssen deshalb die meisten Geschäfte in Einkaufszentren schließen. Nur Supermärkte, Apotheken und Friseursalons dürfen offen bleiben. Auch Kinos, Theater und Galerien werden geschlossen. Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende beherbergen. Nachdem bereits ältere Schüler und Studenten auf Fernunterricht umsteigen mussten, ordnete die Regierung dies nun auch für die Klassen eins bis drei an.

Brandenburger können weiter im Rahmen des „kleinen Grenzverkehrs“ ins Nachbarland reisen und umgekehrt. Die Landesregierung verwies am Mittwoch auf die Quarantäne-Verordnung, die ab Montag in Kraft tritt. Darin ist auch künftig geregelt, dass eine Quarantäne von zehn Tagen – bisher 14 Tagen – nicht nötig ist, wenn man sich weniger als 24 Stunden in einem Nachbarstaat als Risikogebiet aufhält oder bis zu 24 Stunden nach Brandenburg einreist.

„Die Pandemie wird immer schlimmer, deshalb müssen wir entschlossen reagieren“, sagte Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch bei einer virtuellen Pressekonferenz. Das Land mit seinen 38 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch mit mehr als 24.000 Infektionen binnen 24 Stunden einen Rekordanstieg der Fallzahlen verzeichnet.

Sollten die Beschränkungen keine Wirkung zeigen, müsse „in einer Woche, in zehn Tagen“ eine „landesweite Quarantäne“ verhängt werden, erklärte Morawiecki. „Das wird sehr schmerzhaft sein.“