BerlinIn vielen Familien sieht das Halloween-Fest im Corona-Jahr an diesem Sonnabend (31.10.) anders aus. Experten sehen das übliche Um-die-Häuser-Ziehen von Kindern wegen der Corona-Pandemie sehr kritisch. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey schloss sich der Einschätzung an: „In Gruppen von Tür zu Tür zu laufen und Süßigkeiten zu sammeln – dafür ist aktuell nicht die Zeit.“ Der amerikanische Brauch ist seit Jahren auch in Deutschland weitverbreitet. Alternativ dürften viele Menschen Halloween zu Hause in kleinem Kreis mit Verkleidung, passendem Essen und vielleicht einem Gruselfilm begehen. Für evangelische Christen ist der 31. Oktober der Reformationstag. Er ist in neun Bundesländern Feiertag.

Das Bundesgesundheitsministerium ermunterte dazu, bereits vor dem Inkrafttreten der Einschnitte am Montag Kontakte zu reduzieren. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte mit Blick auf das Wochenende: „Verzichten Sie auf die üblichen Halloween-Partys.“ Die Bundesregierung machte klar, dass die strengeren Vorgaben auch kontrolliert werden sollen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach von einem „November der nationalen Kraftanstrengung“, um die Infektionszahlen wieder unter Kontrolle zu bringen. Mit 18.681 Fällen erreichten die Neuinfektionen in Deutschland am Freitag einen neuen Höchststand.