Das „Trostfrauen“-Denkmal in der Birkenstraße in Moabit. Es wurde Ende September aufgestellt.
Foto Benjamin Pritzkuleit

BerlinIm internationalen Streit um das „Trostfrauen“-Denkmal in Moabit hat sich der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux zur Wort gemeldet. Lux sagte der Berliner Zeitung: „Ich finde die Statue muss bleiben. Zur Mahnung an sexualisierte Kriegsgewalt, die überall auf der Welt begangen wurde und wird.“     

Die Friedensstatue erinnert an die über 200.000 Mädchen und Frauen aus 14 Ländern, die vom japanischen Militär während des Asien-Pazifik-Kriegs von 1931 bis 1945 sexuell versklavt wurden. Darunter waren viele Koreanerinnen. Was viele nicht wissen: Der Grünen-Politiker hat selbst einen koreanischen Migrationshintergrund. Seine Mutter, eine Krankenschwester, stammt aus Südkorea. Der Vater ist ein deutscher Arzt

Auch deswegen sei ihm das Thema wichtig, so Lux. Der Politiker hatte am Dienstag an einer Protest-Veranstaltung gegen den Abbau des Denkmals teilgenommen.

Der Abgeordnete Benedikt Lux (Grüne) hat selbst koreanische Wurzeln.
Foto: imago images/Stefan Zeitz

Die japanische Regierung hatte ihren Unmut über die Statue geäußert, die Ende September in Moabit errichtet worden war. Aus dieser Druck-Situation heraus wollte der Bezirk Mitte das Mahnmal am Mittwoch  eigentlich demontieren lassen. Doch diese Entscheidung ist vorerst aufgehoben. Das Amtsgericht beschäftigt sich aktuell mit dem Fall. Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) will nun erst einmal die Gerichtsentscheidung abwarten, bevor er etwas unternimmt.