Polizei: Anschlag auf „Friedenscamp“ am Berliner Lustgarten

Ein „Friedenskollektiv“, das am Berliner Lustgarten campiert, wurde Montag von mehreren Menschen angegriffen. Der Staatsschutz ermittelt. Diese Details sind bekannt.

Nach dem Anschlag auf das „Friedenscamp“ am Berliner Lustgarten ermittelt der Staatsschutz.
Nach dem Anschlag auf das „Friedenscamp“ am Berliner Lustgarten ermittelt der Staatsschutz.imago/Future Image

Nach einem Anschlag auf ein Zeltcamp am Berliner Lustgarten ermittelt seit Montagabend der Polizeiliche Staatsschutz. Nach Informationen der Berliner Zeitung galt der Angriff der Dauermahnwache eines sogenannten „Friedenskollektivs“. Das Camp ist vom 20. Oktober bis zum 2. Februar angemeldet.

Wie die Polizei am Dienstag erklärt, soll sich am Montagabend gegen 21.50 Uhr eine Gruppe von bis zu zehn Personen dem Camp genähert, dann mehrere Zelte mit Schnitten beschädigt und an den Zelten angebrachte Schilder mit Farbe beschmiert haben.

Anschlag auf Friedenscamp in Berlin: Drei Personen wurden Opfer

Eine 59-Jährige, die sich in einem der Zelte aufhielt, bemerkte zudem Flammen an einem als Materiallager dienenden Zelt und löschte zwei in unmittelbarer Nähe liegende Fackeln, bei denen es sich um bengalische Feuer handeln könnte.

Das Materiallager wurde durch den Brand erheblich beschädigt. Die 59-Jährige und zwei 60 und 33 Jahre alte Männer, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf das Camp in einem der benachbarten Zelte befanden, blieben unverletzt. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsabsuche nach Tatverdächtigen durch alarmierte Polizisten verlief ohne Erfolg. Die Ermittlungen dauern an.