Die Dresdner Polizei stellt sich wegen möglicher Proteste von Corona-Gegnern und Kritikern der Impfpflicht am Samstag auf einen größeren Einsatz ein. Seit Tagen rufen Protestler über den Messenger Dienst Telegram in ganz Sachsen zu einem „Spaziergang“ am Nachmittag in Dresden auf, teilte die Polizeidirektion in der Landeshauptstadt mit.  

In der Gefahrenprognose gehe man von mehreren Tausend Menschen aus, die dem Aufruf folgen werden. „Darunter werden auch einige hundert Gewaltbereite und Extremisten erwartet“, sagte ein Polizeisprecher der Dresdner Neuen Nachrichten.

„Es ist davon auszugehen, dass es im Zusammenhang mit einem zentralen Spaziergang des maßnahmenkritischen Klientels [...] zu massiven Verstößen gegen die Corona-Schutzvorschriften oder Strafnormen kommen wird“, erklärte der Leiter des Ordnungsamtes, Ralf Lübs, dem Nachrichtenportal.

Demo in Dresden: Polizei will sofort einschreiten

Die Stadt Dresden hatte bereits am Donnerstag alle unangemeldeten Demos und Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen nicht genehmigt. Gegenüber offenkundig Gewaltbereiten und Extremisten gilt laut Polizei „eine niedrige Einschreitschwelle“. Man werde sich darauf konzentrieren, einen zentralen Aufzug zu verhindern, gegensätzliche Lager zu trennen und den Sächsischen Landtag zu schützen. Bei dem Einsatz werden Dresdner Polizei von Kollegen aus Berlin und der Bereitschaftspolizei unterstützt.