Berlin - Gegen 22.20 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr in der Nacht zu Montag zusammen mit der Berliner Polizei in die Nähe des S-Bahnhofs Köllnische Heide in Neukölln alarmiert. Zeugen teilten mit, dass dort ein im Innenraum brennendes Auto abgestellt wurde. Ein weiteres Fahrzeug soll den mutmaßlichen Dieb laut den Zeugen eingesammelt und sich dann mit hoher Geschwindigkeit von der Örtlichkeit entfernt haben.

Die Besatzung eines Einsatzfahrzeugs der Berliner Polizei vom Abschnitts 54 konnte die Flammen löschen, den laufenden Motor des Fahrzeugs aufgrund des stark beschädigten Innenraums aber nicht abstellen. Die ebenfalls alarmierte und wenig später eintreffende Feuerwehr trennte die Batterie vom Fahrzeug, konnte den Motor aber ebenfalls nicht abstellen. Bislang gehen die Ermittler davon aus, dass freigelegte Kabel und Drähte offenbar zu einem Kabelbrand führten, der erst den Fahrersitz und dann das gesamte Auto in Brand setzte.

Polizisten greifen zu ungewöhnlicher Methode

Die Einsatzkräfte vor Ort entschieden sich für eine brachiale und eher ungewöhnliche Methode. Sie stopften einen großen Stofffetzen in den Auspuff und würgten den Motor so ab.

Auch die Kriminalpolizei kam zur Einsatzstelle und sicherte diverse Spuren. Nach ersten Erkenntnissen wurde das später abgebrannte Fahrzeug von den Eigentümern am Sonntag gegen 19 Uhr noch in der Manfred-von-Richthofen-Straße in Tempelhof noch völlig normal abgestellt gesehen. Die Ermittlungen laufen.