Berlin - Die Berliner Polizei hat für ihre Fahrradstaffel bis Ende 2020 rund 220.000 Euro ausgegeben. Das geht aus der Antwort der Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor. So schlugen die Anschaffung von Rädern, deren Wartung und Reparatur sowie Zubehörteile seit 2018 mit rund 111.000 Euro zu Buche. Die Polizisten wurden für ihren Dienst auf dem Rad auch extra und einheitlich eingekleidet. Für Sommer- und Winterhosen, Schutzhelme und -westen, Regenjacken, Handschuhe und Shirts kamen demnach knapp 85.500 Euro zusammen.

Die Fahrradstaffel werde in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen, schrieb die Innenverwaltung. Bei täglichen Streifenfahrten sowie bei Kontrollen agiere die Staffel auf Augenhöhe mit vielen Radfahrenden. Die Einsatzkräfte könnten jederzeit angesprochen werden und setzten ein klares Signal für mehr Verkehrssicherheit. Laut Innenverwaltung sollen sie auch auf das verkehrswidrige Befahren von Gehwegen achten und im Blick haben, wie sich Autofahrer gegenüber Radlern verhalten.

Doch gerade mit einigen der neuen Dienst-Fahrräder gibt es technische Probleme. Diese würden nun überprüft, man sei mit dem Hersteller in Kontakt, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatte es Medienberichte über nicht einsatzbereite Räder gegeben.

Erst Ende März hatten Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik neue Kräfte der mobilen Einsatzgruppe vorgestellt. Mit den zusätzlichen Streifen ist die Fahrrad-Polizei nun auch in den Außenbezirken unterwegs, insgesamt sind es berlinweit knapp 90 Polizisten auf dem Rad. Bis Ende 2023 soll ihre Zahl auf 160 erhöht werden.

Im Sommer 2014 waren die ersten Rad-Polizisten in einem Modellversuch in der Innenstadt eingesetzt worden. Seit 2018 sind die Fahrrad-Polizisten als feste Truppe in der Direktion Einsatz/Verkehr verankert.