BerlinDie Polizei wird an Silvester in Berlin mit einem Großaufgebot im Einsatz sein. Bis zu 2900 zusätzliche Kräfte würden vom Nachmittag an bis in die Nacht hinein das an vielen Orten wegen Corona geltende Feuerwerksverbot durchsetzen, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Dienstag. Demnach sind unter den 2900 Polizisten auch 600 Beamte aus anderen Bundesländern.

Das Zünden von Böllern bleibt in Berlin vielerorts verboten. Der Senat veröffentliche vergangene Woche eine Liste mit 56 Orten, an denen das der Fall sein wird. Darunter sind große Plätze und Sehenswürdigkeiten wie der Potsdamer Platz, der Breitscheidplatz und das Brandenburger Tor. Auch der Aufenthalt an diesen Orten ist untersagt. Zudem gilt in der Hauptstadt – wie überall sonst – ein striktes Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern.

Feuerwehr bereitet sich auf Ausnahmezustand vor

Die Berliner Feuerwehr bereitet sich – wie in den Vorjahren – auf eine Art Ausnahmezustand zu Silvester vor. Insgesamt sollen rund 850 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz sein sowie mehr als 520 Ehrenamtliche von den Freiwilligen Feuerwehren. Hinzu kämen rund 120 Einsatzkräfte der Bundeswehr sowie des Technischen Hilfswerks.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) teilte am Dienstag mit, Sinn und Zweck aller Maßnahmen an Silvester sei die Reduzierung von Infektionsrisiken. „Wenn Sie sich fragen, was man am besten tun soll zum Jahreswechsel: Bleiben Sie zu Hause und begrüßen Sie dort 2021, das hoffentlich ein besseres Jahr als dieses werden wird.“

Polizeipräsidentin Barbara Slowik ergänzte, die Polizei gehe gut vorbereitet in diesen für alle völlig anderen Jahreswechsel. Die Herausforderungen, der sich die Polizei über das ganze Jahr hinweg gegenüber gesehen habe, spiegelten sich auch in der Silvesternacht wider. „Und so werden wir auch auf Überraschungen, die sich in einem solchen Einsatz nicht ausschließen lassen, flexibel und besonnen reagieren.“