Frau mit Maske am U-Bahnhof.
Foto:  Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinAb Sonnabend will die Berliner Polizei ihre Kontrollen zu den Corona-Regeln und der Maskenpflicht auf U-Bahnen und Busse ausweiten. Man werde im öffentlichen Personennahverkehr, in Geschäften, Restaurants und Kneipen auf die Einhaltung der Regeln achten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag der dpa. So ließe sich die Einhaltung der Maskenpflicht in Geschäften oft auch durch einen Blick durchs Schaufenster feststellen. Polizisten sollen auch in Bussen und U-Bahnen unterwegs sein. Für die S-Bahnen sei die Bundespolizei zuständig.

Schon bisher sollten die Menschen in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken tragen. Viele hielten sich aber nicht daran. Daher können die Gesundheitsämter der Bezirke ab Sonnabend Bußgelder verhängen.

Die Polizei stellt dabei nur den Verstoß mit Ort, Zeit und Personalien fest und leitet die Daten dann weiter an die Gesundheitsämter der Bezirke. Diese können ein Bußgeld verhängen. In wie vielen Fällen das tatsächlich geschieht, ist nicht klar. Es gab bereits Kritik aus den Reihen der Polizei, dass aus den aufwendigen Kontrollen gar nicht so viele verhängte Bußgelder resultieren, weil die Bezirksämter in der Hinsicht wenig aktiv seien.

In den drei Monaten von Mitte März bis Mitte Juni hatte die Polizei fast 5000 Verstöße festgestellt. Das waren knapp 1700 Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz – dabei kann es um verbotene Öffnungen von Geschäften, Restaurants, Kneipen oder Imbissen gehen oder um größere nicht erlaubte Veranstaltungen und Partys. Dazu kamen rund 3100 Ordnungswidrigkeiten wie zu geringe Abstände zu anderen Menschen. Die Polizei kontrollierte 17.311 Menschen und überprüfte 2783 Geschäfte. 925 Geschäfte mussten geschlossen werden.