Neupetershain - Die Polizei hat bei einer Hausdurchsuchung in der rechtsextremen Szene in Neupetershain (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) eine Veranstaltung mit 66 Teilnehmern aufgelöst. Wie eine Sprecherin sagte, handelte es sich um „eine als privat deklarierte Veranstaltung“.

Die Beamten hatten demnach am Samstagabend einen Durchsuchungsbeschluss in einem Ermittlungsverfahren wegen Zeigens des Hitlergrußes vollstreckt. Vor Ort trafen sie dann unter anderem auf mehrere Mitglieder der neonazistischen Vereinigung „Brigade 8“ und der beiden rechtsextremen Bands „Death or Glory“ und „Sonderkommando Elbe“. Außerdem wurden drei Personen in Gewahrsam genommen, die nach Polizeiangaben Widerstand gegen Beamte geleistet hatten. Ein Besucher hatte demnach einen Teleskopschlagstock bei sich. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt.

Aufgrund missachteter Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie löste die Polizei die Veranstaltung auf. Der Verstoß gegen die Corona-Umgangsverordnung wurde nach den Angaben dokumentiert und an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.