Die Polizei hat am Dienstagmorgen bei einer Razzia in Berlin-Kreuzberg und Berlin-Gesundbrunnen fünf Menschen aus dem Clan-Milieu verhaftet. Den Männern im Alter zwischen 21 und 27 Jahren wird Freiheitsberaubung und schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Wie ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, handelt es sich bei den Verdächtigen um polizeibekannte Männer, die im Bereich der Clan-Kriminalität tätig waren. Wie aus Polizeikreisen zu erfahren war, gehören sie der bekannten Großfamilie Ch. an

An der Razzia waren 130 Polizisten beteiligt, darunter auch Spezialeinsatzkommandos (SEK). Nach Angaben der Polizei wurden die Verdächtigen morgens um 6 Uhr von SEK-Beamten überrascht. Insgesamt wurden sechs Wohnungen durchsucht, unter anderem im Graefekiez in Kreuzberg und in der Wollankstraße im Gesundbrunnen. Dabei wurden Beweismittel und Drogen sichergestellt.

Nach Angaben der Polizei sind die fünf Männer dringend tatverdächtig, am 29. Dezember 2021 an der Potsdamer Straße einen 32-Jährigen gezwungen zu haben, ihnen in eine Wohnung zu folgen. Dort sollen sie den 32-Jährigen geschlagen und mit Messern bedroht haben. Die Täter hätten laut Polizei eine fünfstellige  Bargeldsumme von dem Opfer gefordert. Nachdem er den Verdächtigen das Geld übergeben hatte, sollen sie ihn wieder frei gelassen haben.