Berlin - Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern haben den Schutz ihrer Landesgrenzen erneut verstärkt. Mit insgesamt mehr als 100 Beamten hat die Polizei am Wochenende die Einhaltung der Corona-Bestimmungen kontrolliert und dabei auch das Einreiseverbot für Tagestouristen durchgesetzt.

Wie die Polizeiinspektion Anklam mitteilte, wurden in Vorpommern die Insassen von mehr als 850 Fahrzeugen überprüft. Im Landesteil Mecklenburg waren es dem Vernehmen nach deutlich weniger. Die Polizei verzeichnete nach eigenen Angaben ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen als am Wochenende zuvor, als frühlingshafte Temperaturen für einen starken Zustrom zu den Küstenregionen, insbesondere auf Usedom, gesorgt hatten.

85 Autofahrer durften nicht einreisen 

Laut Polizei wurden im Landesosten etwa 350 Autos mit Kennzeichen aus anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns kontrolliert und mehr als 500 aus anderen Bundesländern. Bei den Kontrollen seien an beiden Tagen etwa 85 Fahrzeuge aus dem Land zurückgewiesen worden und ebenso viele aus anderen Bundesländern. Gegen elf auswärtige Personen gab es laut Polizei Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Die Einreise in den besonders vom Coronavirus betroffenen Landkreis Vorpommern-Greifswald ist ohne triftigen Grund aktuell nicht erlaubt.

Einreise aus Polen unerwünscht 

Besonders strenge Vorschriften gelten für den deutsch-polnischen Reiseverkehr. An der Grenze zu Polen seien fast 280 Fahrzeugführer bei der Einreise nach Deutschland und 250 bei der Ausreise auf die Bestimmungen der Corona-Landesverordnung sowie die Quarantänepflicht nach Rückkehr hingewiesen worden. Auf die Einreise hätten daraufhin 31 Fahrzeugführer verzichtet, auf die Ausreise 55, hieß es. Von 32 Einreisenden seien wegen fehlender Anmeldung und erforderlicher Quarantäne die Personalien aufgenommen worden, um sie an die zuständigen Gesundheitsämter weiterzuleiten.

Auch im Westen des Landes gab es erneut Kontrollen mit Schwerpunkten an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein, auf der Insel Poel und in der Region Bad Doberan. Dabei wurden nach Angaben eines Polizeisprechers in Rostock bis Sonnabendabend die Insassen von rund 150 Fahrzeugen überprüft. Auch dort habe es Zurückweisungen gegeben, insbesondere für Personen aus Hamburg, Niedersachsen und Berlin. Tagestouristische Besuche sind in Mecklenburg-Vorpommern untersagt, um die Einschleppung des Coronavirus zu unterbinden.