Polizei stoppt Raser in Berlin-Neukölln

Die Polizei Berlin registrierte im vergangenen Jahr 755 Raser-Fälle in der Stadt. Erst Samstag wurde wieder ein Raser geschnappt, der 144 km/h unterwegs war.  

Autorennen in Berlin. 
Autorennen in Berlin. imago

Die Polizei Berlin hat am Samstag einen Raser in Neukölln geschnappt. Mit 144 km/h statt 50 km/h  war der Autofahrer auf der Buckower Chaussee unterwegs. Ihm drohen jetzt zwei Punkte in Flensburg, drei Monate Fahrverbot und 800 Eur0 Bußgeld, wie die Polizei auf Twitter mitteilt. 

Nach Rasereien auf Berlins Straßen hat die Justiz im vergangenen Jahr in 755 Fällen Ermittlungen eingeleitet. Das seien etwas weniger als im Jahr 2021 (799 Verfahren), teilte Oberamtsanwalt Andreas Winkelmann der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Er leitet eine Spezialabteilung für verbotene Kraftfahrzeugrennen in Berlin. Seit einer Gesetzesänderung, die höhere Strafen gegen Raser ermöglicht hat, sind laut Winkelmann 3450 Verfahren bei der Amtsanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen eingeleitet worden. 1460 Fälle davon seien abgeschlossen, knapp 900 Entscheidungen seien rechtskräftig.

Die meisten Fälle davon wurden bei der Amtsanwaltschaft bearbeitet, die als Ermittlungsbehörde kleinere bis mittlere Straftaten verfolgt. Taten, bei denen das Strafmaß über zwei Jahre liegt, werden in der Regel von der Staatsanwaltschaft verfolgt.