Berlin - Ein Jahr nach den ersten Einsätzen der neuen Spezialeinheit für sogenannte Kriminalitäts-Hotspots bilanziert die Polizei einen deutlichen Rückgang von Gewaltverbrechen und Diebstählen an diesen Orten. Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagte der Deutschen Presse-Agentur, das beziehe sich vor allem auf die Delikte im Zusammenhang mit dem Drogenhandel im Görlitzer Park und Wrangelkiez in Kreuzberg sowie am Hermannplatz in Neukölln und am Alexanderplatz.

Gleichzeitig räumte Slowik ein, dass die Corona-Pandemie bei den Zahlen nicht außer Acht gelassen werden dürfe. Es seien kaum Touristen in der Stadt gewesen, weshalb Taschen- und Handtaschendiebstahl für die Täter nicht attraktiv gewesen seien. Im Görlitzer Park und dem benachbarten Wrangelkiez gab es den Angaben zufolge einen Rückgang bei Raubüberfällen von 35 Prozent und beim Taschendiebstahl ein Minus von 37 Prozent. Die Zahl der typischen Verbrechen am Alexanderplatz sei um 24 Prozent gesunken, so Slowik. Am Hermannplatz war der Trend demnach ähnlich.