Berlin - Die Berliner Polizei ermittelt gegen eine Bande von Versicherungsbetrügern, die Verkehrsunfälle absichtlich verursacht haben sollen. Um Beweismittel zu sichern, haben LKA-Beamte mit Unterstützung von Einsatzkräften einer Einsatzhundertschaft am Dienstag vier Wohnungen durchsucht. Dabei nahmen Polizisten den 31-jährigen Drahtzieher in seiner Wohnung im Stadtilmer Weg in Lichterfelde fest. Der Mann kam nach Feststellung seiner Personalien wieder auf freien Fuß, wie die Polizei mitteilte.

Die drei anderen Durchsuchungen sollen Zeugen betroffen haben, die in Britz, Schöneberg und Staaken wohnen. Auch dort sei weiteres Beweismaterial beschlagnahmt worden. Ermittelt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr mit anschließenden Betrugstaten zum Nachteil von Versicherungen, so die Staatsanwaltschaft Berlin. Bisher seien 15 Fälle nachgewiesen worden. 

Dem 31-jährigen Verdächtigen wird vorgeworfen, absichtlich Verkehrsunfälle verursacht zu haben, um danach bei den gegnerischen Versicherungen Schadensansprüche geltend zu machen. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf rund 29.000 Euro.