Stolpe - Zwei Schwerverletzte und mindestens sieben beschädigte Autos sind die Bilanz von Karambolagen, die ein 84-jähriger Falschfahrer auf der A111 verursacht hat. Laut Polizei war er am Freitagabend auf der Autobahn 111 nördlich von Berlin in falscher Richtung unterwegs und legte den Verkehr in der Folge für Stunden lahm.

Wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte, konnte ein 44-jähriger Autofahrer, der zwischen den Anschlussstellen Stolpe und Hennigsdorf in Fahrtrichtung Berlin fuhr, nicht mehr ausweichen, sodass es zum Zusammenstoß kam. In der Folge fuhren zwei weitere Wagen in die Unfallstelle. Drei Fahrzeuge wurden durch Trümmerteile auf der anderen Fahrbahnseite beschädigt. Insgesamt wurden so mindestens sieben Autos auf beiden Autobahnseiten beschädigt.

Der 84-Jährige wurde laut Polizei lebensgefährlich verletzt, der 44 Jahre alte Autofahrer kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Die Autobahn 111 war in Richtung Berlin fast sechs Stunden, in der Gegenrichtung knapp vier Stunden gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen – auch auf den Umleitungsstrecken.

Warum der Rentner als Falschfahrer auf der A111 unterwegs war, soll ein Gutachter klären. Die vier direkt beteiligten und stark beschädigten Autos wurden vorerst sichergestellt. Die Gesamtschadenshöhe wurde auf mindestens 35.000 Euro geschätzt.