In Prenzlauer Berg ist am Montagmittag ein Polizist mit einer Schusswaffe bedroht worden. Wie die Berliner Polizei mitteilt, wurden die Einsatzkräfte zunächst zu einer Ruhestörung gerufen. Den aktuellen Informationen zufolge trafen gegen 13.45 Uhr die ersten zwei Streifenwagenbesatzungen auf über 50 Jugendliche auf dem Spielplatz des Arnimplatzes.

Die Einsatzkräfte gingen auf die Gruppe zu, eine Person löste sich aus der Gruppe heraus und zielte mit einer Schusswaffe in Richtung des Kopfes eines Hauptkommissars, so die Polizei. Kurz darauf entfernte sich die Person unerkannt vom Ort. Ein weiteres Gruppenmitglied soll eine taktische Weste und eine Faustfeuerwaffe im Hosenbund getragen haben.

Platzverweise und Strafanzeigen

Mit gezogener Dienstwaffe habe der Einsatzleiter dieses bewaffnete Gruppenmitglied aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Der Aufforderung sei der junge Mann jedoch nicht nachgekommen. Es gelang den Einsatzkräften offenbar, in einem günstigen Moment den zuvor direkt Angesprochenen zu Boden zu bringen und ihm Handschellen anzulegen.

Der jetzt aufkeimende Ärger der teilweise betrunkenen Jugendlichen konnte nur durch angeforderte weitere Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht werden. Über 15 Funkstreifenbesatzungen trugen schließlich zur Beruhigung der Situation bei und ermöglichten die Identitätsfeststellung der über 50 Personen.

Im Resultat führte die Abitur-Mottofeier zu Platzverweisen und Strafanzeigen, unter anderem wegen Bedrohung mit Waffen und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen, insbesondere zur Namhaftmachung des Verschwundenen, der mit einer Schusswaffe die Einsatzkraft bedroht hatte, dauern an.