Berlin - Ein Opel-Fahrer hat sich von Brandenburg nach Berlin in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag eine Verfolgungsjagd geliefert. Nach ersten Erkenntnissen wollten gegen 1 Uhr Beamte der Brandenburger Polizei in der Nähe des Ortskerns von Ahrensfelde (Landkreis Barnim) den Wagen kontrollieren. Doch der Fahrer drückte dann offenbar aufs Gaspedal und raste Richtung Berlin. Auf regennasser Fahrbahn soll der Mann auf die kilometerweit entfernte Märkische Allee in Berlin-Marzahn gerast sein. Der Fahrer soll dann, nach fast zehn Kilometern Flucht, nach links auf die Raoul-Wallenberg-Straße eingebogen sein.

Dort, knapp 700 Meter weiter, soll der Opel nach ersten Informationen in das Gleisbett der Berliner Straßenbahn gefahren sein. Wie Zeugen von vor Ort berichten, beschädigte der Opel sich dabei unter anderem seinen Unterboden. Der Fahrer soll noch vor Ort vorläufig festgenommen worden sein. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt. Der Mann musste sich nun einer Blutentnahme auf einen Gefangenensammelstelle unterziehen, heißt es. Der Tramverkehr um die Raoul-Wallenberg-Straße soll für eine knappe Stunde unterbrochen gewesen sein. Die Brandenburger Polizei ermittelt. Die Polizei Berlin hat sich zu dem Fall noch nicht offiziell geäußert.