Eine oder mehrere unbekannte Personen haben in der Nacht zum Dienstag das Bürger- und Wahlkreisbüro von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) in Berlin-Biesdorf beschmiert und beschädigt.

Ein Mitarbeiter des Objektsschutzes stellte laut Polizei gegen 2.30 Uhr eine Parole in einer Größe von ungefähr sechs mal einem Meter an der Hausfassade fest. „Keine Kotti-Wache“ war dort zu lesen. Dies bezieht sich auf die von Spranger geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor. Gleichzeitig wurde Buttersäure vor dem Büro verteilt, das sich in einem Ärztehaus befindet. Die Feuerwehr musste anrücken.

Zudem wurde ein Fenster beschädigt. Der Polizeiliche Staatschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Senat verurteilt Anschlag scharf

Die Regierungskoalition im Berliner Abgeordnetenhaus sowie der Senat verurteilen den Anschlag auf Sprangers Büro scharf. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) erklärte am Dienstag in der Senatspressekonferenz: „Wir verurteilen diese Attacke aufs Schärfte. Wir Politiker sind auch Menschen. Das macht was mit uns, wenn wir so angegriffen werden.“ Es sei eine wichtige Frage, wie wir die Demokratie erhalten, und Menschen, die sich politisch engagieren, auch schützen.