Berlin - Zwei Fahrzeuge stehen auf der Ladefläche eines kleinen Lastwagens. Gesamthöhe: vier Meter. Gewicht: zehn Tonnen. Was wie ein Experiment unter Bauarbeitern aussieht, hielt ein Lkw-Fahrer in Berlin für eine gute Idee, um Zeit einzusparen. Mit dieser gefährlichen Ladung fuhr der Mann am Sonntag durch den Berliner Stadtverkehr – bis eine Autofahrerin verwundert die Polizei rief. 

Für die waghalsige Aktion hatte die Polizei Berlin gleich drei abgewandelte Filmtitel parat: „The Fast and the not Furios“, „Car Trek“ und „Transorters“. Der Stapelkünstler, der für die spektakulären Fotos verantwortlich ist, inspirierte das Social Media Team der Polizei noch zu weiteren lustigen Vergleichen. So wurden die aufgestapelten Fahrzeuge in Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten als blecherne Stadtmusikanten benannt. 

Polizisten stoppten den Künstler und untersuchten die Ladefläche. Sie stellten fest, dass das Gewicht und die Höhe der Fracht in Ordnung waren. Allerdings nur, wenn der Schwerpunkt etwas weiter vorne gelegen hätte, so ein Polizeisprecher. Zudem war die Ladung „mangelhaft“ gesichert, was für andere Verkehrsteilnehmer sehr gefährlich hätte werden können. „Zum Glück hat es keinen Unfall gegeben“, so der Sprecher. 

Der Lkw-Fahrer musste seine Fahrt beenden und abladen. Die Fahrzeuge musste er auf herkömmliche Art und Weise transportieren. Die Polizeikontrolle, das Abladen und der neue Transport dürften das Zeitmanagement des Mannes dann doch gehörig durcheinandergebracht haben. Aufwand und Risiko hatten bis auf ein paar spektakuläre Fotos also so gut wie keinen Nutzen.