Potsdam - Im Fall des getöteten Babys, das vor mehr als zehn Jahren in Potsdam gefunden worden war, geht die Polizei jetzt neuen Hinweisen nach. Nachdem die Polizei am 22. Dezember einen erneuten Zeugenaufruf gestartet hatte, sind mehrere Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, sagte Staatsanwalt Sebastian Thiele am Dienstag der dpa. „Allen Hinweisen wird nachgegangen.“ Wie viele Hinweise es sind und ob sich darunter eine heiße Spur befindet, wollte die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgeben.

Das tote Mädchen war am 23. Dezember 2011, also einen Tag vor Heiligabend, gegen 09.35 Uhr im Stadtteil Potsdam-West gefunden worden. Die Leiche lag eingewickelt in einem Handtuch zwischen einem Garagenkomplex an der Kantstraße und einem angrenzenden Bahndamm. Untersuchungen ergaben, dass das Baby gewaltsam zu Tode kam.

Mit Hilfe weiterentwickelter kriminaltechnischer Untersuchungsmethoden, neuer rechtlicher Befugnisse und eines neuerlichen Zeugenaufrufes hoffen die Ermittler, das Verbrechen doch noch aufzuklären. Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, sind mit 10.000 Euro ausgelobt.