Berlin - In der Friedrichstraße in Berlin-Mitte haben mehrere maskierte Räuber am Montag eine Bank überfallen. Das teilte die Polizei Berlin auf Twitter mit. Der Bankraub soll nach ersten Erkenntnissen aber gescheitert sein. Die Täter sollen demnach um 13.15 Uhr mehrere Menschen in der Filiale der HypoVereinsbank mit Reizgas verletzt haben, sagte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung. Anschließend flüchteten sie ohne Beute und fuhren in einem Auto davon. Der Bereich rund um den Tatort wurde am Nachmittag weiträumig abgesperrt.

dpa/Fabian Sommer
Die HypoVereinsbank in der Friedrichstraße

Nach Angaben der Feuerwehr wurden insgesamt 52 Personen von Sanitätern gesichtet. Viele von ihnen klagten über Augenreizungen. Vier Polizisten, die zuerst am Tatort eintrafen, mussten die Augen ausgespült werden. Wie der RBB berichtet, sollen insgesamt 17 Menschen verletzt worden sein. Das Reizgas sei über die Lüftungsanlage bis in die zweite und dritte Etage verteilt worden, weshalb auch dort Mitarbeiter leicht verletzt wurden.

Wie üblich in solchen Fällen befragen Ermittler der Kriminalpolizei nun Zeugen, während Kriminaltechniker Beweismittel am Tatort sichern. Auch die Aufnahmen aus den Überwachungskameras sollen zeitnah gesichtet und ausgewertet werden. Die Straßensperrungen auf der Leipziger Straße wurden mittlerweile aufgehoben. Der Verkehr rollt wieder, sagte eine Polizeisprecherin.

Wie viele Täter es genau waren und warum der Überfall scheiterte, konnte die Sprecherin auch drei Stunden nach dem versuchten Überfall nicht sagen. Die Ermittlungen stünden erst noch am Anfang, hieß es lediglich.