Ein Mitarbeiter eines Supermarktes ist in Berlin-Zehlendorf mit einem Messer schwer verletzt worden, als er einen Ladendieb stellen wollte. Nach Angaben der Polizei hatte der 22-jährige Angestellte am frühen Mittwochabend in der Edeka-Filiale an der Fischerhüttenstraße einen jungen Mann beobachtet, der etwas aus den Regalen nahm und ohne die Ware zu bezahlen, das Geschäft verließ. Der Angestellte folgte dem Verdächtigen, der in Begleitung eines 18-Jährigen war, nach draußen.

Dort sprach er die beiden an und forderte sie auf, ihm in das Büro des Marktes zu folgen. Auf den Weg dorthin soll der 18-jährige Begleiter des Ladendiebes den Mitarbeiter plötzlich von hinten gepackt haben. Dann habe er laut Polizeiangaben mehrmals mit einem Messer auf ihn eingestochen. Als die beiden Kriminellen ohne Beute aus dem Laden flüchteten, rannte der schwerverletzte Mitarbeiter hinterher. Er konnte den 18-jährigen Messerstecher in der Nähe des Supermarktes einholen und überwältigen, erklärte eine Polizeisprecherin. Der Verdächtige war bei seiner Flucht gestürzt und erlitt dabei eine Beinfraktur.

Opfer und Täter müssen im Krankenhaus operiert werden

Alarmierte Rettungskräfte brachten die beiden verletzten Männer in Krankenhäuser. Der Supermarkt-Mitarbeiter musste aufgrund diverser Stichverletzungen am Oberkörper notoperiert werden. Auch die Beinverletzung des festgenommenen Verdächtigen musste operiert werden. Da er zudem alkoholisiert war, wurde ihm im Krankenhaus Blut abgenommen. Ermittler versuchen nun in Vernehmungen herauszufinden, wer sein Begleiter war. Das Tatwerkzeug, ein Klappmesser, wurde sichergestellt. Die Ermittlungen wegen des versuchten Ladendiebstahls, der gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz dauern an.