Berlin - Eine Gruppe von 20 bis 30 Jugendlichen und Heranwachsenden sind in der Nacht zu Donnerstag grölend und randalierend durch Prenzlauer Berg gezogen. Nahe der Kreuzung August-Lindemann-Straße/Zur Rinderauktionshalle soll die aggressive Gruppe gegen Mitternacht mehrere geparkte Autos und die Zufahrtsschranke eines Supermarktes beschädigt haben, teilte die Polizei mit. Als alarmierte Polizisten eintrafen, sollen die Verdächtigen weggelaufen sein. Die Beamten konnten nach einer kurzen Verfolgung einen 18-Jährigen und eine 21-Jährige einholen und festnehmen. Beide gaben an, lediglich spazieren gewesen zu sein, so die Polizei.

Etwa eine Stunde später rief erneut ein Anwohner bei der Polizei an und meldete, dass eine Gruppe junger Leute an der Kreuzung Hermann-Blankenstein-Straße/Thaerstraße randalierte. Die rund 30 Personen strömten bei Eintreffen der Einsatzkräfte auseinander. Polizisten konnten aber zwei 17-Jährige und einen 19-Jährigen stoppen und deren Personalien aufnehmen. Zwei von ihnen stürzten bei der Flucht vor der Polizei. Sie sollen sich Schürfwunden zugezogen haben, verzichteten aber  auf ärztliche Behandlungen.

Am Einsatzort entdeckten die Polizisten weitere Beschädigungen an geparkten Fahrzeugen, E-Scootern, Warnbarken und Straßenschildern. Es wurden Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigungen eingeleitet. Da sich die Jugendlichen nachts versammelt hatten, wurden sie zudem wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung angezeigt.