Berlin: Seniorin bedroht Nachbarin mit Pistole, SEK stürmt Wohnung

Eine bewaffnete 73-Jährige löste in einem Wohnhaus in Berlin-Buch einen großen Polizeieinsatz aus. Spezialisten rückten an und nahmen die Rentnerin fest.

Schwer bewaffnete SEK-Beamte beziehen Stellung vor einem Haus (Symbolbild). In Berlin-Buch nahm ein Spezialeinsatzkommando eine 73-jährige Frau in ihrer Wohnung fest. 
Schwer bewaffnete SEK-Beamte beziehen Stellung vor einem Haus (Symbolbild). In Berlin-Buch nahm ein Spezialeinsatzkommando eine 73-jährige Frau in ihrer Wohnung fest. dpa/Britta Pedersen

Berlin-Eine Seniorin hat im Berliner Ortsteil Buch eine Frau mit einer Schusswaffe bedroht und damit einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei hatte die 73-Jährige am späten Montagabend in einem Mehrfamilienhaus an der Wolfgang-Heinz-Straße eine 53-jährige Nachbarin an deren geöffneter Wohnungstür mit einer Pistole bedroht. Dabei habe sie laut Polizei der Frau gedroht, sie zu töten. Anschließend sei zurück in ihre Wohnung gegangen.

Die verängstigte Nachbarin alarmierte daraufhin die Polizei. Da nicht klar war, welche Gefahr von der bewaffneten Frau ausgeht, forderten Polizisten vom Abschnitt ein Spezialeinsatzkommando (SEK) zur Unterstützung an. Zeitgleich ordnete ein Bereitschaftsrichter eine Wohnungsdurchsuchung bei der Tatverdächtigen an. Wie üblich bei bewaffneten Verdächtigen stürmten SEK-Beamte die Wohnung. Die Seniorin habe sich widerstandlos festnehmen lassen, so die Polizei.

Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusspistole und stellten diese sicher. Da die 73-Jährige offenbar psychische Probleme hat, wurde sie in eine Klinik eingeliefert. Was der Auslöser der bewaffneten Bedrohung war, sei noch unklar. Auch woher die Frau die Waffe hatte, sei noch Bestandteil der Ermittlungen.