Berlin - Eine aufmerksame Frau hat in Berlin-Weißensee dabei geholfen, eine Gruppe von jungen Autodieben zu überführen. Mehrere Jugendliche und Heranwachsende hatten nach Angaben der Polizei versucht, in der Nacht zu Dienstag in der Gustav-Adolf-Straße einen Smart zu stehlen.

Die Anwohnerin hatte Lärm von der Straße gehört und aus dem Fenster geschaut. Dabei beobachtete sie die siebenköpfige Jugendgruppe, wie sie sich gegen 3.15 Uhr an dem Auto zu schaffen machte. Der Polizei zufolge konnte sie erkennen, wie drei der Täter am Fenster auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs hantierten und kurze Zeit später in dem Pkw saßen. Der Rest der Gruppe habe auf Höhe eines dahinter abgestellten Smart gewartet.

Polizei findet bei den Tätern Messer und Pfefferspray 

Die Frau alarmierte zeitgleich die Polizei, die daraufhin die Gruppe am Fahrzeug antraf. Mithilfe der Zeugin konnten zwei 18-Jährige und ein 17-Jähriger als Haupttäter identifiziert werden. Die Polizei geht davon aus, dass das Trio die Tür mit einem Messer geöffnet hatte. Anschließend sollen sie im Innenraum die Verkleidung unterhalb des Lenkrades entfernt und am Kabelbaum hantiert haben. Gestartet bekamen sie das Fahrzeug nicht.

Bei der Überprüfung der Verdächtigen soll ein 18-Jähriger einen Polizisten beleidigt haben. Zwei Komplizen hatten zudem gegen das Waffengesetzt verstoßen, weil sie Pfefferspray und ein Messer dabei hatten. Zwei der Haupttäter kamen nach erkennungsdienstlicher Behandlung in einem Gefangenengewahrsam wieder frei. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten besonders schweren Diebstahls von Kraftfahrzeugen. Die Frau wird in dem Fall als wichtige Zeugin geführt.