Bei einer unglücklichen Kettenreaktion nach einem Verkehrsunfall im Berliner Bezirk Tempelhof sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war der Auslöser ein Auffahrunfall während eines Wendemanövers. Demnach fuhr ein eine 62-jährige Autofahrerin am Mittwoch um 11.40 Uhr auf der Boeckelstraße links über den Mittelstreifen, um zu wenden. Ein hinter ihr fahrender Autofahrer sei dann auf das Heck des Fahrzeugs aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen der Frau in den Gegenverkehr geschoben, was zu einem weiteren Unfall führte, so die Polizei weiter.

Ein 29-jähriger Autofahrer konnte demnach nicht mehr rechtzeitig ausweichen und stieß mit dem Wagen der Frau zusammen. Durch die Kollision prallte der Wagen der Frau gegen ein am rechten Fahrbahnrand geparktes Fahrzeug. Laut Polizeiangaben erlitt die Autofahrerin dabei lebensbedrohliche Verletzungen und wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Auch der 29-jährige Autofahrer wurde schwer verletzt. Lebensgefahr bestehe für ihn nicht, so ein Polizeisprecher.

Der 36-jährige Autofahrer, der den Pkw der Frau in den Gegenverkehr geschoben haben soll, wurde laut Polizei leicht verletzt. Für den Zeitraum des Rettungseinsatzes und der Unfallaufnahme musste die Boeckelstraße bis 16 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Es kam auch zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr. Ein Verkehrsermittlungsdienst versucht nun den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren. Die Ermittlungen könnten noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte der Polizeisprecher.