Berlin - In Berlin-Charlottenburg ist es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Wie die Berliner Feuerwehr auf Twitter mitteilt, driftete ein Auto von der A100 ab und stürzte etwa zehn Meter tief in die Nähe der Schienen der S-Bahn. 

Zeugen gaben später gegenüber der Polizei an, dass sich zwei Männer aus dem auf dem Dach liegenden Wrack selbständig befreien konnten. Ein dritter Insasse, ein 17-jähriger Jugendlicher, wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von Einsatzkräften der Feuerwehr gerettet werden. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik. Während ein weiterer verletzter 28-jähriger Mann bei der Unfallstelle blieb, flüchtete der mutmaßliche Fahrer des Renault zu Fuß in Richtung Spandauer Damm. Auch der 28-Jährige wurde von Rettungskräften zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Suche nach dem geflüchteten Insassen mit einem Polizeihubschrauber verlief ohne Erfolg. Die Polizei nahm die Ermittlungen zu dessen Identität und zum Unfallhergang auf.

Wegen des Polizei- und Feuerwehreinsatzes am Gleis ist war der Zugverkehr der Linien S41 und S42 zwischen Halensee und Beusselstraße  für mehrere Stunden unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Mittlerweile können die S-Bahnen wieder im regulären 10-Minuten-Takt fahren.