Berlin - Ein 20-jähriger Autodieb hat sich in Berlin-Charlottenburg eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der junge Mann war am frühen Sonntagabend einer Polizeistreife aufgefallen, als er mit einem Audi RS5 viel zu schnell über die Bismarckstraße raste. Als die Polizisten den Raser stoppen wollten, gab dieser Gas und versuchte zu entkommen. 

Nach Angaben der Polizei bog er zunächst in die Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg ein und fuhr dann weiter in Richtung Luisenplatz. Da der Fahrer nicht auf die Polizisten reagiert habe, schaltete die Besatzung des Einsatzfahrzeuges das Blaulicht ein. Dies habe den mutmaßlichen Raser jedoch nur noch mehr motiviert, seine waghalsige Flucht fortzusetzen. Der Polizei zufolge habe er erneut beschleunigt und sei viel zu schnell auf die Gegenfahrbahn der Kaiser-Friedrich-Straße gefahren. 

Unfallflucht: Raser rammt Schild an der Schloßstraße und fährt weiter

Er habe nach zwei riskanten Abbiegemanövern an der Schloßstraße ein Verkehrsschild gerammt, woraufhin der gestohlene Audi das vordere Kennzeichen verlor. Kurz darauf sollen die Polizisten den Wagen auf den Augen verloren haben. Doch dann half ein Mitarbeiter des Objektschutzes der Polizei Berlin. Er gab den Kollegen über Funk durch, dass das gesuchte Auto  inzwischen in der Dernburgstraße stehe. Dort konnte der 20-Jährige festgenommen werden. Der gestohlene Audi wurde sichergestellt.

Da der mutmaßliche Raser vermutlich Drogen konsumiert hatte, wurde ihm auf einer Polizeiwache Blut abgenommen. Wie üblich bei Verfolgungsjagden muss sich der Mann nun aufgrund eines verbotenen Fahrzeugrennens verantworten. Zudem wird gegen ihn wegen des Diebstahls der Fahrzeugschlüssel und des Autos sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verkehrsunfallflucht ermittelt.