Ein Autofahrer hat am Donnerstagabend im Vollrausch eine Spritztour durch Berlin gemacht und dabei andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Im Ortsteil Niederschöneweide endete die Fahrt, als der 48-Jährige um 21.15 Uhr auf der Schnellerstraße plötzlich die Kontrolle über seinen Mini „John Cooper Works“ (231 PS) verlor. Nach Angaben der Polizei sei er zunächst nach links von der Straße abgekommen, woraufhin der Wagen unkontrolliert über den begrünten Mittelstreifen, die entgegensetzte Fahrbahn und einen Gehweg gepoltert sei. Endstation war laut Polizei die Mauer eines Edeka-Parkhauses.

Obwohl die Front des Autos beschädigt und der Wagen nicht mehr recht fahrtüchtig war, setzte der Mann seine Fahrt fort. Er habe laut Polizei den Rückwärtsgang eingelegt und gewendet – und sei dann stadtauswärts im Schritttempo von der Unfallstelle geflüchtet. An der Kreuzung Michael-Brückner-Straße/Hasselwerderstraße gab der Wagen den Geist auf.

Zeugen, die auf die Irrfahrt aufmerksam wurden, halfen dem Betrunkenen aus dem Auto. Er habe nicht mehr stehen können und sei sofort zu Boden gestürzt. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Polizisten ließen ihn zuvor in ein Atemalkoholmessgerät pusten. Laut Polizei ergab dies einen Wert von 2,15 Promille. Der Führerschein wurde eingezogen.