Berlin - Mehrere Brandstiftungen im Westen Berlins beschäftigen seit Monaten die Polizei. In der Nacht zu Mittwoch hat es nun drei weitere Brände in den Ortsteilen Staaken und Spandau gegeben. Ermittler eines Brandkommissariats gehen weiterhin davon aus, dass eine Bande von Brandstiftern für die Taten verantwortlich sein könnte.  Zwei 28 Jahre alte Verdächtige wurden vorübergehend festgenommen. Nach zwei weiteren Bränden in Westend ermittelt die Polizei ebenfalls wegen Brandstiftung. Die Polizei prüft nun einen Zusammengang zwischen den aktuellen Fällen und anderen gelegten Bränden. 

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde das erste Feuer der jüngsten Brandserie am Dienstagmittag im Müllraum eines Mehrfamilienhauses in der Maulbeerallee im Ortsteil Staaken gelegt. Eine Anwohnerin hatte die Polizei alarmiert. Im Müllraum trafen die Einsatzkräfte auf einen 28-Jährigen, der auf dem Boden einen Pappkarton angezündet hatte. Beim Erblicken der Polizisten trat er das Feuer selbst aus. Der Mann kam zur Personalienaufnahme in Gewahrsam. Gegen Mitternacht brannte es erneut im Eingangsbereich eines mehrgeschossigen Wohnhauses. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Verletzt wurde niemand.

Zwei Autos in Spandau angezündet - in Westend brannten mehrere Keller

Am frühen Mittwochmorgen wurde ein Auto im Spekteweg in Spandau angezündet. Der Wagen war bei einem weiteren Feuer am vergangenen Wochenende bereits beschädigt worden. In der Nacht zu Sonntag brannte ein Kleinbus direkt neben dem Auto. Verletzt wurde bei dem Feuer am Mittwochmorgen niemand. Bei der Absuchung der Umgebung wurde ein 28-Jähriger festgenommen. Der Mann ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß, hieß es.

In Westend brannte es in der Nacht laut Polizei ebenfalls in einem achtgeschossigen Mehrfamilienhaus. Ein Anwohner bemerkte in der Knobelsdorffstraße Rauch im Keller und alarmierte die Feuerwehr. Eine 47 Jahre alte Mieterin kam mit einer Rauchgasvergiftung zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Durch die Flammen wurden diverse Kellerverschläge vollständig zerstört, auch die Haussubstanz wurde in Mitleidenschaft gezogen. Laut Feuerwehr dauerte der Einsatz in Wohnhaus drei Stunden. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

In der Altenburger Straße wurde am frühen Mittwochmorgen noch ein Auto in Brand gesetzt. An dem Wagen entstand hoher Sachschaden. Es wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen.