Berlin - Bundespolizisten haben im Bezirk Treptow-Köpenick die Vergewaltigung einer Frau verhindert. Ein Zeuge hatte nach Angaben der Bundespolizei am Montagabend um 22.45 Uhr den Beamten einer Streife berichtet, dass in der Nähe eines Einkaufszentrums am S-Bahnhof Berlin-Schöneweide eine Frau sexuell missbraucht werde. Die Einsatzkräfte rannten daraufhin sofort zum Tatort.

Vor einem Fast-Food-Restaurant soll laut Bundespolizei ein Mann auf einer Frau gelegen haben. Die 29-Jährige habe mehrmals laut gerufen, dass sie in Ruhe gelassen werden wolle. Als die Beamten den 24-Jährigen von seinem Opfer rissen, habe er sie mit Fußtritten und Schlägen angegriffen. Erst als sie dem Täter Pfefferspray ins Gesicht sprühten, konnten sie ihn überwältigen und festnehmen. 

Verdächtiger schlägt und bespuckt Bundespolizisten

Als der Mann die Einsatzkräfte immer wieder beleidigte und bespuckte, aktivierten die Bundespolizisten die Videofunktion der Bodycam, um die Attacken des Mannes aufzuzeichnen. Hinzugerufene Rettungskräfte spülten dem Tatverdächtigen später die Augen aus. Zwei Beamte wurden durch die Gegenwehr des polizeibekannten Deutschen leicht verletzt, teilte die Bundespolizei mit.

Der 24-Jährige kam zunächst in ein Gewahrsam der Polizei Berlin. Gegen ihn wird nun wegen versuchter Vergewaltigung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.