Berlin - Die meisten polizeilich registrierten Sexualdelikte im öffentlichen Berliner Raum spielen sich in der Bezirksregion Alexanderplatz ab. Dies hat eine Senatsantwort auf eine parlamentarische Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Marcel Luthe ergeben. 2020 wurden in der Bezirksregion Alexanderplatz insgesamt 146 Taten registriert. Im Wedding waren es 86 und in Tempelhof 85 Vergehen. Die Bezirksregion Alexanderplatz umfasst weit über 100 Straßen und reicht von der Sellerstraße an der Grenze zum Stadtteil Wedding bis zur Waldemarstraße an der Grenze zum Stadtteil Kreuzberg, sagte die Berliner Polizei der dpa. 

Ein Polizeisprecher teilt gegenüber Focus mit: „Auf dem Berliner Alexanderplatz treffen viele Menschen aufeinander und das nicht nur, weil dort viele Touristen zusammenkommen, sondern auch, weil er ein Drehkreuz im öffentlichen Verkehrsnetz ist. Dementsprechend viele Menschen sind dort unterwegs.“ Insgesamt könne jedoch ein Rückgang der Delikte verzeichnet werden. Allerdings: Das Jahr 2020 und dessen Statistiken müssten noch einmal unter besonderen Umständen betrachtet werden, da aufgrund der Corona-Beschränkungen im öffentlichen Raum weniger Menschen unterwegs gewesen seien. 

Transparenzhinweis: In einer früheren Version des Textes hieß es, dass auf dem Berliner Alexanderplatz die meisten polizeilich registrierten Sexualdelikte im öffentlichen Berliner Raum stattfinden. Die Antwort auf die parlamentarische Anfrage bezieht sich jedoch auf die Bezirksregion Alexanderplatz. Auf dem eigentlichen Alexanderplatz wurden 46 Fälle von Sexualstraftaten im Jahr 2020 erfasst, so die Polizei gegenüber der dpa.