Berlin - In Berlin-Mitte ist am Mittwochabend eine Frau mit Softair-Waffen beschossen worden. Wie die Berliner Polizei mitteilte, ging die Frau mit ihrem Hund auf der Neuen Schönhauser Straße spazieren. Sie gab an, dass sie kurz nach Mitternacht mit ihrem Hund unterwegs war und aus einem Mehrfamilienhaus mehrere Knallgeräusche hörte, die sich wie Schüsse anhörten. 

Die 40-Jährige konnte den Einsatzkräften die Lage der Wohnung beschreiben und zeigen, aus der ein Mann geschossen haben soll. Nach weiträumigen Absperrmaßnahmen öffneten die Polizeikräfte auf staatsanwaltschaftliche Anordnung die Wohnungstür einer Wohnung in der zweiten Etage gewaltsam und trafen den 18-jährigen Mieter an, so die Polizei.

Wie Zeugen von vor Ort berichten, waren über 28 schwer bewaffnete Kräfte der Polizei, unter anderem die 36. Einsatzhundertschaft involviert. Die Einsatzkräfte nahmen den jungen Mann fest. 

Morris Pudwell
Die Polizei stellte Waffen in der Wohnung, in der sich der Festgenommene aufhielt, sicher.

Polizei stellt Waffen sicher – Mutmaßlicher Schütze festgenommen

Tatsächlich sollen in der Wohnung zwei Waffen sichergestellt worden sein. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich aber lediglich um täuschend echt aussehende Softair-Waffen. Mit diesen Waffen war es dem Mann jedoch offenbar gelungen, auf die gegenüberliegende Straßenseite zu schießen und die Bürgerin in Angst und Schrecken zu versetzen. Auf dem Bürgersteig wurden kleine Softair-Kugeln sichergestellt.

Nach einer Blutentnahme und erkennungsdienstlichen Behandlungen in einer Polizeidienststelle wurde der Festgenommene entlassen, heißt es. Die Ermittlungen gegen ihn wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz dauern an und wurden von einem Fachkommissariat übernommen. Verletzt wurde niemand.