Berlin - Eine 77-jährige Fußgängerin ist bei einem Verkehrsunfall in Berlin-Steglitz schwer verletzt worden. Die Frau hatte laut Zeugen am Montagnachmittag ihr Fahrrad über die Grunewaldstraße geschoben, teilte die Polizei mit. Dabei habe sie nicht den Fußgängerüberweg genutzt, sondern sei zwischen den Fahrzeugen hindurchgelaufen, die vor einer roten Ampel im Stadtverkehr standen.

Als die Ampel auf Grün schaltete, sei die Frau von einem Lkw erfasst worden. Der Lastwagen habe laut Polizei das Vorderrad des Fahrrads überrollt, woraufhin die Seniorin mehrere Meter mitgeschleift worden sei. Alarmierte Rettungskräfte reanimierten die Frau am Unfallort, anschließend kam sie mit diversen schweren Verletzungen ins Krankenhaus, wo sie notoperiert wurde.

Fußgängerin wurde lebensgefährlich verletzt – der Unfall ist kein Einzelfall

„Ihr Zustand ist weiterhin kritisch“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock und wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Während der Unfallaufnahme war die Grunewaldstraße in beiden Richtungen gesperrt. Ein Verkehrsermittlungsdienst untersucht nun den genauen Unfallhergang.

Erst am 22. Oktober war ein Fußgänger in Berlin-Spandau bei einem ähnlichen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der 56-jährige Mann hatte nach Angaben der Polizei bei stockendem Verkehr die Fahrbahn der Nonnendammallee überqueren wollen. Er habe versucht, auf eine Mittelinsel zu gelangen. Dabei soll ihn ein Lkw-Fahrer übersehen haben, der vor einer Ampelkreuzung auf Grün wartete. Als der Lastwagen sich in dem dichten Verkehr in Bewegung setzte, habe er den Fußgänger erfasst und überrollt.