Berlin - In Berlin gibt es im Durchschnitt 400 Verkehrsunfalle pro Tag. Einige davon werden in Polizeimeldungen abgebildet. Ein Blick auf die Meldungen der vergangenen drei Wochen zeigt, dass vor allem Menschen über 80 Jahre häufig in Unfälle verwickelt sind – sowohl aufseiten der mutmaßlichen Unfallverursacher wie aufseiten der Opfer. Über die Unfälle berichtet der Tagesspiegel im aktuellen Newsletter Checkpoint.

Zwölf hochbetagte Frauen und Männer wurden demnach allein in den letzten drei Wochen durch Unfälle im Berliner Straßenverkehr schwer- und schwerstverletzt, darunter sind mindestens vier der Opfer älter als 80 Jahre.   

Letzter tödlicher Unfall am Mittwoch in Pankow

Bei einem Unfall vergangene Woche auf der Märkischen Allee etwa rammte ein Autofahrer eine 81-jährige Frau – sie wurde lebensbedrohlich verletzt. Ein rangierender Lieferwagen-Fahrer überfuhr vor einigen Tagen in Zehlendorf eine 80-Jährige, die sich auf dem Weg zum Einkaufen befand. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Am Mittwochabend wurde erneut eine 80-jährige Frau in Pankow von einem Auto erfasst, sie erlag ihren Verletzungen und ist am Donnerstag im Krankenhaus verstorben.

Auch verlieren Hochbetagte im Berliner Straßenverkehr offenbar immer häufiger die Kontrolle. Ein 84-jähriger Autofahrer kam vor einigen Tagen von der Fahrbahn ab. Die Folge: zwei Schwerverletzte. Eine 90-jährige Autofahrerin nahm beim Linksabbiegen dem Gegenverkehr die Vorfahrt. Die Folge: Mehrere Menschen erlitten schwere Verletzungen.