Berlin - Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Männern in Berlin-Prenzlauer Berg ist in der Nacht zum Samstag ein Beteiligter mit einem Messer schwer verletzt worden. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei hatten gegen 23 Uhr mindestens zwei Personen auf einer Bank am Arnimplatz gesessen. Als drei weitere hinzukamen, sei es zu einem Streit gekommen. Zeugen berichteten später, dass das Trio die anderen beiden „abziehen“ wollte. 

Als die Täter versucht hätten, Kleidung und Taschen zu stehlen, sei die Situation eskaliert. Als ein unbeteiligter Passant den Streit schlichten wollte, habe einer der Beteiligten plötzlich ein Messer gezogen und auf ihn eingestochen. Das 19-jährige Opfer kam mit einer Stichverletzung im Brustkorb ins Krankenhaus. Alarmierte Polizisten nahmen in Tatortnähe den 20-jährigen Verdächtigen fest. Er habe abwesend gewirkt und sei leicht verletzt gewesen. Da der Verdacht bestand, dass er Drogen und Alkohol konsumiert hatte, wurde ihm in einer Gefangenensammelstelle Blut abgenommen. Ein Atemalkoholtest hatte zuvor einen Wert von 1,7 Promille ergeben, so die Polizei. 

Die Einsatzkräfte stellten später fest, dass offenbar ein Rucksack gestohlen wurde. Außerdem wurde eine Jacke als Beweisstück sichergestellt. Die genauen Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. Die vorliegenden Aussagen seien etwas konfus und müssten erst noch geordnet werden.